Bau­her­ren­preis 2015

Posted on Dez 2, 2015 in Event, Uncategorized

Bau­her­ren­preis 2015

Aus­ge­zeich­ne­te Lebens­räu­me

3. Dezem­ber 2015 | Kate­go­rie: Event

Das Aus­stel­lung­zen­trum im Wie­ner Ring­turm steht aku­tell ganz im Zei­chen außer­ge­wöhn­li­cher archi­tek­to­ni­scher Leis­tun­gen. Die Aus­stel­lung Aus­ge­zeich­ne­te Lebens­räu­me – Der Bau­her­ren­preis ʼ15 prä­sen­tiert neben den sechs Sie­ger­pro­jek­ten die 24 Nomi­nie­run­gen 2015 und bie­tet Ein­bli­cke in die vita­le Archi­tek­tur­sze­ne Öster­reichs.

Das fünf­te Jahr in Fol­ge bie­tet der Wie­ner Städ­ti­sche Ver­si­che­rungs­ver­ein dafür im Aus­stel­lungs­zen­trum des Ring­turms eine Prä­sen­ta­ti­ons­mög­lich­keit aller nomi­nier­ten Pro­jek­te. Der Bau­her­ren­preis – aus­ge­lobt von der Zen­tral­ver­ei­ni­gung der Archi­tek­tIn­nen Öster­reichs – zählt seit 1967 zu den pres­ti­ge­träch­tigs­ten Archi­tek­tur­prei­sen des Lan­des.

Wie es der Name schon erah­nen lässt, ste­hen bei der Beur­tei­lung und Aus­wahl der Preis­trä­ger nicht nur Funk­tio­na­li­tät, Form­ge­bung und Hand­werks­kunst der archi­tek­to­ni­schen Pro­jek­te im Vor­der­grund. Ein gelun­ge­nes Ergeb­nis setzt das Enga­ge­ment aller am Pro­jekt betei­lig­ten in Kon­zep­ti­on und Aus­füh­rung vor­aus und ist ein wich­ti­ger Gene­ra­tor für außer­ge­wöhn­li­che archi­tek­to­ni­sche Lösun­gen mit gesell­schaft­li­cher Rele­vanz.

Aus 74 ein­ge­reich­ten Pro­jek­ten wur­den durch eine jewei­li­ge Bun­des­län­der­ju­ry maxi­mal 4 Pro­jek­te je Bun­des­land zur Besich­ti­gung durch die Bun­des-Jury nomi­niert. Im Zeit­raum von Mon­tag 31. August bis Don­ners­tag 3. Sep­tem­ber wur­den die 24 Nomi­nie­run­gen von der Jury bestehend aus Wal­ter Ango­ne­se (Kal­tern, Archi­tekt), Hem­ma Fasch (Wien, Archi­tek­tin) und Otto Kap­fin­ger (Wien, Publi­zist) besich­tigt. Für die Anzahlt der Prei­se hat­te die ZV eine Vor­stel­lung von 4 bis maxi­mal 7 Ver­ga­ben for­mu­liert.

Im fol­gen­den möch­ten wir auf drei Bau­wer­ke genau­er ein­ge­hen.

Kurator Adolf Stiller

Kura­tor Adolph Stil­ler, Foto © Richard Tan­zer

 

Die Ein­rei­chun­gen 2015 hat­ten durch­wegs hohes Niveau. Und die Nomi­nie­run­gen, im beson­de­ren Maß. Aber die dies­jäh­ri­gen Prei­se the­ma­ti­sie­ren vie­le aku­te Fra­gen der Gesell­schaft, tref­fen mit ihren inhalt­li­chen Qua­li­tä­ten, mit den ver­schie­de­nen Enga­ge­ments der Bau­herr­schaf­ten den Nerv der Zeit wie kaum zuvor. Es sind groß­teils Bau-Ereig­nis­se, Pio­nier­pro­jek­te, die sehr viel mehr zu bie­ten haben als bloß schö­ne Hül­len über unpro­ble­ma­ti­schen Pro­gram­men.

Mar­ta Schrei­eck, Prä­si­den­tin ZV Öster­reich

Wohn­an­la­ge Wohn_Zimmer Sonn­wend­vier­tel
Ent­ge­gen der im Mas­ter­plan vor­ge­se­he­nen Rand­be­bau­ung bricht die Bebau­ung süd­sei­tig auf. Soli­tä­re Bau­tei­le ste­hen wie über­di­men­sio­na­le Möbel auf dem Bau­platz. Über Brü­cken wer­den die Trak­te unter­ein­an­der in den mitt­le­ren Eta­gen ver­bun­den, um Wege von unten und oben aus­zu­glei­chen. Es ent­steht so eine zusätz­li­che Fla­nier- und Begeg­nungs­zo­ne über den eben­erdi­gen Grün­be­reich, der das spek­ta­ku­lä­re Ange­bot an öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen wie Schwimm­bad, Sau­na, Musik­raum, Heim­ki­no, Fahr­rad­werk­statt, Café, Kin­der­gar­ten, Musik­raum etc. unter­ein­an­der ver­netzt und zu einem bei­spiel­haf­ten zei­ge­mä­ßen Lebens­raum für die in 450 Woh­nun­gen ange­sie­del­ten Men­schen macht.
Schau­fel­schlucht­brü­cke, Dorn­birn
In anspruchs­volls­ter Top­go­gra­phie wur­de hier dank vor­bild­li­cher inte­gra­ti­ver Pla­nung eine soli­de mono­lot­hi­sche Brü­cke aus hel­lem Sicht­be­ton geschaf­fen, wel­che eine alte Rund­bo­gen-Brü­cke ersetz­te. In Spek­ta­ku­lä­rer Lage spannt sie sich robust in die Fels­wän­de ober­halb des rau­schen­den Baches – hoch­wer­tigst ver­ar­bei­tet.
Schaufelschluchtbruecke

Foto © Marc Lins

Omic­ron Cam­pus, Klaus
Eine fla­che Hier­ar­chie in der Unter­neh­mens­struk­tur durch offe­ne und trans­pa­ren­te Kom­mu­nit­ka­ti­on zeich­net Omic­ron seit sei­ner Grün­dung 1984 aus. Das heu­te glo­bal täti­ge Unter­neh­men ist Welt­markt­füh­rer bei Prüf­ge­rä­ten für die Schutz- und Mess­tech­nik. Die Erwei­te­rung für 200 Arbei­ter soll­te den Ort für Mit­ar­bei­ter so ange­nehm und attrak­tiv wie mög­lich machen. Eine Wei­ter­ent­wick­lung des Alt­baus von 2000/2008. Die Basis für die Pro­jekt­ent­wick­lung war eine star­ke Visi­on, die in einem Pro­zess mit vie­len Schrit­ten durch Inputs aller Pla­ner eine kon­kre­te Form erhielt. Drei unter­schied­li­che Höfe belich­ten den drei­ge­schos­si­gen Neu­bau. Erd­ge­schos­sig flan­kie­ren Bespre­chungs­räu­me die Atri­en, fle­xi­ble Büros befin­den sich in den obe­ren Eta­gen. Zwi­schen den Höfen lie­gen geschoss­über­grei­fen­de Raum­mö­bel, wel­che als gegen­sätz­li­che infor­mel­le Treff­punk­te und Ent­span­nungs­zo­nen die­nen. Ein High­light stellt eine mit High­tech-Frä­sen model­lier­te orga­ni­sche Möbel­land­schaft aus Holz­schich­ten dar. Das Gebäu­de ist ein per­fekt detail­lier­ter und vor­fa­bri­zier­ter Holz­bau. Alle Mate­ria­li­en sind ökol. geprüft. Mit Nut­ze­rIn­nen und Pla­nungs­teams wur­den Licht- und Beschat­tungs­sys­te­me opti­miert. Zudem besitzt das Gebäu­de eine voll­flä­chig inte­grier­te Pho­to­vol­ta­ik-Anla­ge an der Süd­fas­sa­de. Ein Sta­te-of-the-Art Vor­zei­ge­ar­beits­platz mit höchs­ter Auf­ent­halts­qua­li­tät.

Aus­stel­lung

Die Aus­stel­lung Aus­ge­zeich­ne­te Lebens­räu­me – Der Bau­her­ren­preis ʼ15 ist von 26. Novem­ber 2015 bis 19. Febru­ar 2016 bei frei­em Ein­tritt im Aus­stel­lungs­zen­trum im Ring­turm (Schot­ten­ring 30/1010  Wien) zu sehen.

Öff­nungs­zei­ten: Mon­tag bis Frei­tag, 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr (an Fei­er­ta­gen sowie am 24. Dezem­ber und 31. Dezem­ber 2015 geschlos­sen)

Ein Besuch lohnt sich.

 

 Ein Dan­ke­schön geht an die
Zen­tral­ver­ei­ni­gung der Archi­tek­tIn­nen Öster­reichs
Wie­ner Städ­ti­sche Ver­si­che­rung
Uni­que Public Rela­ti­ons GmbH

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