Vere­na Miche­litsch

Posted on Mai 4, 2018 in Design, Grafikdesign

Vere­na Miche­litsch

Inter­view

Ver­öf­fent­licht am 5. Mai 2018 | Kate­go­rie: Design

Liebe Vere­na, wir freu­en uns, dass du dir Zeit für das Inter­view nimmst. Wie ist es für Kun­den wie Apple, Nasa, Face­book, Red Bull und Co zu arbei­ten?

Wenn man für grö­ße­re Kun­den arbei­tet durch­läuft man oft meh­re­re Stu­fen an Feed­back und Frei­ga­ben, Design-Pro­zes­se dau­ern län­ger und es gibt vie­le Ite­ra­tio­nen. Da braucht man manch­mal mehr Geduld, das kann aber gleich­zei­tig auch toll sein, weil man den Luxus der Zeit hat, viel aus­pro­bie­ren zu kön­nen und die Arbeit rich­tig fein­schlei­fen zu kön­nen.

Apple News

Apple News Cam­pai­gn – Design Direc­tor: Vere­na Miche­litsch – mehr zum Pro­jekt

Wel­che Pro­jek­te ver­folgst du gera­de?
Ich habe soeben für einen Fur­ni­tu­re Desi­gner ein Logo und Visu­al Sys­tem gestal­tet. Aktu­ell arbei­ten wir gera­de an den Drucks­or­ten. Das neue Logo kann man schon auf sei­ner Web­sei­te sehen: https://jumbo.nyc

Auf wel­ches dei­ne Pro­jek­te bist du beson­ders stolz?
Das Sasha + Luc­ca Pro­jekt an dem ich vori­ges Jahr gear­bei­tet habe, hat sehr viel Spass gemacht. Abge­se­hen vom Bran­ding, Logo und Drucks­or­ten war ich auch für die Art Direc­tion der Fotos ver­ant­wort­lich, und hab mit Kris­ti­na Bar­to­so­va gemein­sam am Packa­ging gear­bei­tet. Ich konn­te die Crea­ti­ve Direc­tion für die Brand über­neh­men und wirk­lich alles von Anfang bis Ende bestim­men.

Sasha + Lucca

Sasha + Luc­ca – Mood

Sasha + Lucca – Corporate Design

Wie bist du auf die Idee gekom­men „Sand & Such“ zu star­ten?
Die Idee ent­stand 2013, wäh­rend ich in einem Ful­l­­ti­me-Job in NY war, in dem ich oft bis spät in die Nacht gear­bei­tet habe und dann über­mü­det am nächs­ten Mor­gen wie­der in die Arbeit gegan­gen bin. Ich hab mir in der U-Bahn auf dem Weg in die Arbeit gedacht wie wich­tig Schlaf eigent­lich ist und dass man mehr dar­über reden soll­te, und vor allem inter­es­sier­te mich auch der ästhe­ti­sche Aspekt des Schla­fens, dar­auf hin hab ich begon­nen Freun­de und Bekann­te nach ihren Schlaf­ge­wohn­hei­ten zu befra­gen und deren Schlaf­zim­mer und Bett foto­gra­fisch zu doku­men­tie­ren. Es ist super inter­es­sant von den Schlaf­ge­wohn­hei­ten ande­rer zu hören/lesen.

sand and such

Sand & Such – Maga­zin – mehr dazu

Eine Beson­der­heit dei­nes Port­fo­li­os ist der „Play“-Bereich. Wie wich­tig sind für dich die Arbei­ten im eige­nen Auf­trag und inwie­fern beein­flusst es dei­ne Arbei­ten für Kun­den?
Selbst-inin­tier­te Pro­jek­te waren für mich immer schon total wich­tig. Vor allem wenn man einen neu­en Stil aus­pro­bie­ren und Din­ge umset­zen will, auch wenn’s mal kei­nen Kun­den­auf­trag dafür gibt – ein­fach nur aus Spaß und Freu­de am Desi­gnen.

Wie war es mit Ste­fan Sag­meis­ter zusam­men zu arbei­ten und was konn­test du für zukünf­ti­ge Arbei­ten mit­neh­men?
Das war jetzt schon län­ger her, 2012, war auf jeden Fall eine tol­le Erfah­rung und hat mir vie­le Türen in die NYer Design­sze­ne geöff­net. Ich hab gelernt wie man in den USA arbei­tet, das alles ein wenig schnel­ler und manch­mal effi­zi­en­ter läuft. ;)

Verena Michelitsch – Portfolio Work Play

Gra­fik­de­sign auf eige­ne Initia­ti­ve

Wie unter­schei­det sich die Gra­fik­de­sign­sze­ne in New York von der in Öster­reich?
Wie in unter­schied­li­chen Län­dern gear­bei­tet wird, ist eine Reflek­ti­on der Kul­tur – in den USA, beson­ders in NY, nimmt Arbeit einen hohen Stel­len­wert ein, man kann schnell eine Kar­rie­re­lei­ter hoch­klet­tern, wech­selt öfter Jobs, gleich­zei­tig kann man von einem Tag auf den ande­ren den Job ver­lie­ren, und es gibt kein funk­tio­nie­ren­des Sozi­al­sys­tem, das einen auf­fängt. Das Arbeits­tem­po und die Ener­gie sind in NY auf jeden Fall sehr hoch, und Din­ge wer­den sehr pro­fes­sio­nell erle­digt. In Öster­reich hät­te ich mir manch­mal gewünscht, dass man­che Din­ge schnel­ler gehen (Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Dru­cke­rei­en etc.). Ich habe auch gelernt mehr Struk­tur in mei­ne Arbeits­wei­se zu brin­gen, und effi­zi­en­ter zu sein.

Was fin­dest du an der euro­päi­schen Design­sze­ne im Ver­gleich zu jener aus den USA span­nend?

Wäh­rend es in den USA wirk­lich tol­le Job­mög­lich­kei­ten gibt, fin­de ich dass vie­le Desi­gner deren Ori­gi­na­li­tät oder Stil ich bewun­de­re, aus Euro­pa kom­men. Ich habe den Ein­druck dass in Öster­reich, oder Euro­pa all­ge­mein, mehr mit Design expe­ri­men­tiert wird, oft wer­den Trends von klei­nen Stu­di­os dann spä­ter von grö­ße­ren Agen­tu­ren hier in den USA auf­ge­grif­fen.

Vie­len Dank für das Inter­view!

Zum brand­neu­en Port­fo­lio von Vere­na Miche­litsch gelangt ihr hier: http://verenamichelitsch.com/

La Presa – Book

La Pre­sa – Book – mehr dazu

La Presa – Book

La Pre­sa – Details – mehr dazu

Im Inter­view: Vere­na Miche­litsch
Ein Inter­view von: Jakob Tri­polt

Show some Love

Resonanz

Leave a Reply