Daria Daria – Inter­view

Posted on Okt 20, 2018 in Agenturportrait, Design, Grafikdesign

Ver­öf­fent­licht am 20. Okto­ber 2018 | Kate­go­rie: Design

Liebe Made­lei­ne, es freut mich sehr, dass du dir Zeit nimmst, um mir die ein oder ande­re Fra­ge zu beant­wor­ten – vie­len Dank dafür! Grund­sätz­lich sind wir sehr fas­zi­niert wie du 2017 dei­nen sehr erfolg­rei­chen Blog gegen einen Pod­cast ein­ge­tauscht hast. Beson­ders wenn man bedenkt, dass es öster­reich­weit einer der erfolg­reichs­ten Blogs war. Was hat dich dazu bewegt?

Ich habe mir sehr lan­ge Zeit für die­se Ent­schei­dung gelas­sen, weil ich mir sicher sein woll­te das Rich­ti­ge zu tun. Aber ich wuss­te ein­fach, dass ich bereit war für etwas Neu­es und für eine neue Rich­tung. Der Blog fühl­te sich ein­fach nicht mehr rich­tig an, weil ich The­men wel­che mir am Her­zen lie­gen näher und tie­fer­ge­hen­der recher­chie­ren und prä­sen­tie­ren woll­te. Als Medi­um hier­für hat sich der Pod­cast ide­al ange­bo­ten.

Daria Daria

DARIADARIA – www.dariadaria.com/about/

Wie kann man dich aktu­ell am bes­ten für ein Pro­dukt gewin­nen, das von einem Unter­neh­men finan­ziert wird?

Das wich­tigs­te bei einem Pro­dukt ist für mich, dass ich mich gut füh­le wenn ich es kau­fe. Dies kann ich nur tun kann wenn ich weiß, dass es her­ge­stellt wur­de ohne der Umwelt oder ande­ren Men­schen zu scha­den. Natür­lich möch­te ich aber auch ein Pro­dukt haben, was sty­lish und schön ist. Das Rund­um-Paket machts!

Wenn man sich dei­ne Pod­casts anhört, hat man das Gefühl live dabei zu sein. Für mich per­sön­lich erin­nert es mehr an ein Gespräch unter Freunden/innen bei einem Glas Wein. Wie siehst du das und wie geht es dir bei den Pod­casts?

Das freut mich, dass du das so siehst! Ich gebe mir auch Mühe, dass mei­ne Inter­view Gäs­te sich wohl­füh­len und dass die Gesprä­che inter­es­sant sind. Oft über­le­ge ich mir vor den Inter­views Fra­gen zu denen ich dann gar nicht kom­me, weil wir schon über alle mög­li­chen ande­ren Din­ge dis­ku­tiert haben. Die Inter­views füh­len sich auch für mich total natür­lich an, was schön ist.

Eine sehr span­nen­de Fra­ge, die du dir in Fol­ge dei­ner Pod­casts gestellt hast ist, wie authen­tisch sind Blog­ge­rIn­nen. Was macht für dich ein ein/e authentische/n Blogger/in aus?

Eine authen­ti­sche Blog­ge­rIn ist für mich jemand der auch zu sei­nen eige­nen Feh­lern steht und manch­mal über sich selbst lachen kann. Nie­man­des Leben ist per­fekt, auch wenn das noch so ger­ne so in sozia­len Netz­wer­ken por­trai­tiert wird. Wenn jemand einen schlech­ten Tag hat und einen rie­si­gen Pickel am Kinn, ist es auch ok dar­über zu reden. Alles ande­re ist irgend­wie auch sehr unnah­bar!

Und was ist für dich authen­ti­sche Wer­bung? Inso­fern es so was gibt. ;-)

Authen­ti­sche Wer­bung ist für mich das Wer­ben für Pro­duk­te die ich auch wirk­lich getes­tet bzw. kau­fen wür­de. Ich wür­de bei­spiels­wei­se nie etwas emp­feh­len das ich nicht auch wirk­lich gut fin­de! Das ist sonst ein­fach auch irre­füh­rend für Konsument/innen.

Sieh dir die­sen Bei­trag auf Insta­gram an

Opi­ni­ons, opi­ni­ons, opi­ni­ons. So many of tho­se around in the yoga world at the moment. You’re not a real yogi when you do that, you’re a yogi if you fol­low this. You shouldn’t do this, you should do that. This is appro­pria­te, this isn’t. This is how a yoga tea­cher looks like, this is how your body needs to be. ARGH. Opi­ni­ons come cheap, tole­ran­ce doesn’t. Anything is nuan­ced, slip­pe­ry, mul­ti­fa­ce­ted. So are bodies, peop­le, con­di­ti­ons, what not. My prac­tice is best when I do not think but just do. I move from insi­de, I move and pose the way it expres­ses through me. Pay clo­se atten­ti­on to how I unfold, dance with the pre­sent moment. I real­ly could not care less how you or anyo­ne else prac­tices yoga. If you’re into hand­stands, tight leg­gings, dre­ad­locks, slow or fast move­ment. It’s up to you. I have not inven­ted anything, I don’t know anything. Bud­dhists call it begin­ners mind and I call it having at least opi­ni­on as pos­si­ble whenever I step on my mat, whenever I wit­ness someo­ne else’s prac­tice. Peop­le are the most beau­ti­ful when they express them­sel­ves in wha­te­ver lan­guage works for them, feels right for them. My lan­guage might not be yours and vice ver­sa. Being a tea­cher does not ent­it­le you to opi­ni­ons, fin­ger poin­ting. Being a tea­cher ent­it­les you to let the per­son in front of you and yours­elf nou­rish wha­te­ver needs to be nou­ris­hed. And if this is so, we can all be tea­chers to each other. #yoga­dar­ia #brain­farts 💨

Ein Bei­trag geteilt von Made­lei­ne Daria Aliz­adeh (@dariadaria) am

Meist sind Krea­tiv­schaf­fen­de sehr gefor­dert und sto­ßen ger­ne an ihre Gren­zen. Wie kön­nen sie ihr Stress­le­vel redu­zie­ren?

Ich glau­be, dass es sehr wich­tig ist, sich um sich selbst zu küm­mern und auch ehr­lich mit sich selbst zu sein. Wenn man glaubt, dass es einem zu viel wird, soll­te man weni­ger Auf­trä­ge anneh­men. Die eige­ne Gesund­heit und das eige­ne Wohl­füh­len soll­ten immer an ers­ter Stel­le ste­hen. Was mir auch extrem wich­tig ist, ist das Medi­tie­ren wo ich wirk­lich rich­tig abschal­ten kann.

Bei Media­ti­on denkt man ger­ne an Räu­cher­stäb­chen und Mönchs­ge­sang. Was macht für dich eine gute Medi­ta­ti­ons­ein­heit aus?

Ich beur­tei­le mei­ne Medi­ta­ti­on nicht, denn sie ist, was sie ist. Weder schlecht noch gut. Medi­ta­ti­on ist für mich das Sit­zen mit dem, was gera­de ist.

Per­sön­lich fin­de ich es am schwie­rigs­ten Freun­de und Innen davon zu über­zeu­gen, dass es kei­ne eso­te­ri­sche Ange­le­gen­heit ist, son­dern man sich anschlie­ßend deut­li­cher stress­frei­er und relax­ter fühlt. Wie siehst du das?

Da stim­me ich dir zu. Medi­ta­ti­on kann eso­te­risch sein, aber das ist natür­lich kei­ne Mus­se. Es gibt so vie­le Arten und Wei­sen zu Medi­tie­ren, da gibt es kein Rich­tig oder Falsch.

Wie nutzt du aktu­ell dei­ne Erfah­run­gen als Blog­ge­rin, um als Yoga­leh­re­rin zu über­zeu­gen?

Ich glau­be durch mei­nen engen Kon­takt mit so vie­len Men­schen sehe ich die Pro­ble­me und Schwie­rig­kei­ten mei­ner Genera­ti­on und kann sie so leich­ter abho­len. Ich habe so viel am eige­nen Kör­per erlebt, inklu­si­ve Erschöp­fung durch mas­si­ven Soci­al-Media- / Han­dy-Kon­sum und weiß so, wovon vie­le pro­fi­tie­ren könn­ten.

Vie­len Dank für dei­ne Zeit und das Inter­view!

Daria Daria – Clothes

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Ein Inter­view von: Jakob Tri­polt

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