Glyph

Ein Pro­jekt von depart

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Glyph @ Schmiede

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Glyph Type Rings Arrange

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Beschrei­bung

GLYPH ist eine audio­vi­su­el­le Per­for­mance-Skulp­tur. Den Aus­gangs­punkt bil­det ein ritu­el­les Objekt, das sich der For­men­spra­che von Ste­len, Obe­lis­ken und lit­ur­gi­schen Tür­men bedient. Als sol­ches wird es zum einen zur Sym­bol und Zei­chen Tafel, die in einem kine­ti­schen Alpha­bet kom­mu­ni­ziert und dient zum ande­ren als vir­tu­el­les Por­tal, ein Riss, der ein unge­wis­ses Dahin­ter immer wie­der in Brü­chen offen­bart.

Ein Text der sich ste­tig selbst modu­liert und ver­ar­bei­tet und in einer end­lo­sen Poe­tik des Flus­ses zu immer neu­en Aus­for­mun­gen kommt wird zer­ris­sen durch eine pro­ji­zier­te Welt, die nur frag­men­tiert durch einen Spalt wahr­ge­nom­men wer­den kann. Es geht um die unmög­li­che Ver­schmel­zung von Innen und Außen, von Flä­che und Raum — eine Fal­tung.

Die Zeit in ihrer Funk­ti­on als Pos­tu­lat eines frag­men­tier­ten Kon­ti­nu­ums, das sich einer kon­kre­ten Wahr­neh­mung ent­zieht, stellt eines der zen­tra­len The­men dar. GLYPH agiert als Ober­flä­che und Werk­zeug für wie­der­keh­ren­de Mus­ter und Struk­tu­ren, eine Dra­ma­tur­gie aus Kon­stan­ten und Irri­ta­tio­nen im Fluss der ver­meint­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on mit einer unbe­kann­ten Varia­ble, die sich in schein­ba­rer Repe­ti­ti­on offen­bart.

Ritua­le und ihre zykli­sche Ver­or­tung als Anker im Dunst des Lebens­laufs waren lan­ge Zeit wich­ti­ge Kom­po­nen­ten im Umgang mit der Unge­wiss­heit, die der mensch­li­che Ver­stand immer wie­der aufs Neue in nach­voll­zieh­ba­re Bah­nen zu len­ken ver­sucht. Die anti­zy­kli­schen Aspek­te der Gegen­wart wie all­ge­gen­wär­ti­ger Zugriff und Ver­füg­bar­keit von Infor­ma­tio­nen, dif­fu­se Ver­ar­bei­tungs­pro­zes­se und Arbeits­ab­läu­fe, dezen­tra­les Han­deln und Den­ken sowie die Ver­or­tung in glo­ba­le­ren Zusam­men­hän­gen ver­drän­gen die­se fest­ge­schrie­be­nen Momen­te und schei­nen sie über­holt oder sogar über­flüs­sig wer­den zu las­sen. GLYPH spielt mit der Signi­fi­kanz von Zei­chen und Zeit­punk­ten, der Ritus wird auf sich selbst zurück­ge­wor­fen und akku­mu­liert zum Bruch in der eige­nen Sta­bi­li­tät.

Ana­log zur Funk­ti­on von GLYPH als Abs­tra­hie­rung zeit­struk­tu­rie­ren­der Gescheh­nis­se und Riten lehnt sich die musi­ka­li­sche Ebe­ne an deren akus­ti­schen Kom­po­nen­te an. Glo­cken­tür­me, Uhr­wer­ke, Glo­cken­spie­le und der­glei­chen sind glei­cher­ma­ßen Zeit­ge­ber wie ver­zeit­lich­te, hör­bar gemach­te Mathe­ma­tik. In die­sem Sin­ne ver­bin­det der Sound­track zu GLYPH eine ver­schwom­me­ne, nebel­haf­te Kom­po­nen­te mit exak­ten rhyth­mi­schen Ver­schach­te­lun­gen, und ori­en­tiert sich in sei­ner Ästhe­tik an musi­ka­li­schen und phy­si­ka­li­schen Sys­te­men wie dem Quin­ten­zir­kel und Spalt­ton­phä­no­me­nen.

 Credits:
© depart 2011
Made with pro­ces­sing & Reak­tor
sup­por­ted by Sub­net AiR, Schmie­de, Poly­pod, Wald­schuetz Pho­to­gra­phy, Show2Go, Holz­craft
depart (Leon­hard Lass & Gre­gor Laden­hauf)

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Leon­hard Lass and Gre­gor Laden­hauf are DEPART.

Their pro­jec­ts explo­re the poe­tic depths of field bet­ween text, image and sound and ran­ge from instal­la­ti­on pie­ces to per­for­man­ces and AV live shows. DEPART stri­ves to crea­te uni­que moments that are coined by for­mal­ly rigo­rous and pro­found aes­the­tics.

They unite pre­cisi­on and emo­ti­on in an abs­tract and mul­ti-face­ted dis­co­ball to mir­ror frag­ments of the audi­en­ces expe­ri­ence. For this pur­po­se Lass and Laden­hauf have cho­sen the path of con­fu­si­on and camou­fla­ge tac­tics, ser­ved up on a sil­ver plat­ter.
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