Deka­denz – Kata­log

Ein Pro­jekt von Stu­dio VIE

Beschrei­bung

Ich bin der Kata­log am Ende der Deka­denz.

»Wenn die Ein­heit eines Buches zer­stört wird, um der Selb­stän­dig­keit einer ein­zel­nen Sei­te Platz zu machen, und wenn die Sei­te zer­stört wird, um den Satz, um dem Wor­te Selbst­stän­dig­keit zu ver­schaf­fen, dann tritt die Deka­denz des Stils ein.«

Bour­get 1903 – »Das Buch zer­fällt in Sei­ten, die Seit­ein Sät­ze, die Sät­ze zu Wör­tern.« Wie auch in der Aus­stel­lungs­ge­stal­tung selbst lehnt sich das Kata­log­de­sign an das Kon­zept der Auf­lö­sung, der Zer­set­zung und der Umwer­tung der bestehen­den Ord­nung an. Die Kapi­tel­sei­ten zei­gen sich in groß­zü­gig gesetz­ter Schrift, das Par­ti­ku­la­re erhält gegen­über dem Gan­zen grö­ße­res Gewicht. So wird im Kata­log auch je 1 Px als Quer­schnitt aus einem Bild geschnit­ten und auf­ge­zo­gen. Der ein­zel­ne Effekt ist somit wich­ti­ger als das Gesamt­bild. Die­se ›Anar­chie der Ato­me‹ ist in der sym­bo­lis­ti­schen Kunst über­all zu beob­ach­ten. Der Kata­log kon­kre­ti­siert sich in einer Ästhe­tik der Andeu­tung, die klar for­mu­lier­te Aus­sa­gen bewusst ver­mei­det. Wir fol­gen der unüber­seh­ba­ren Ten­denz die­ser Kunst und fal­len aus der Zeit. »Absurd ist nur die Wirk­lich­keit.«

I’m the cata­log at the end of deca­dence

»When the unity of a book is des­troy­ed, in order to give space to the auto­no­my of the sin­gle page and when the sin­gle page is des­troy­ed, in order to pro­vi­de auto­no­my for the sen­tence, or the word, then the deca­dence of style has emer­ged.« Bour­get 1903 – »The book decom­po­ses into pages, the page into sen­ten­ces, the sen­tence into words.«

Ana­lo­gous to the exhi­bi­ti­on design, the cata­lo­gue refe­ren­ces con­cepts of decom­po­si­ti­on, cor­ro­si­on and the reas­sess­ment of an exis­ting order. Chap­ter hea­dings are set in lar­ge type, the par­ti­cu­lar recei­ves more atten­ti­on than the who­le; some dou­ble spreads are com­po­sed of ver­ti­cal strips of colour, that have been crea­ted by stret­ching a 1 pixel wide line sec­tion of a pain­ting. The par­ti­cu­lar effect is given grea­ter empha­sis than the who­le pic­tu­re. This ›anar­chy of the atoms‹ can be view­ed ever­y­whe­re in sym­bo­list art. The cata­lo­gue is made con­cre­te through an aes­the­tic, that inten­tio­nal­ly avo­ids a clear mes­sa­ge. We eva­de con­for­mi­ty by fol­lo­wing the con­spi­cuous ten­den­cy of this art form. ›Only rea­li­ty is absurd.‹

VIE WORK BY INSTINCT

Instink­ti­ves Design ist das Ergeb­nis einer spon­tan anstei­gen­den Hand­lungs­be­reit­schaft (Auf­trags­an­fra­ge), die von einer akti­ons­spe­zi­fi­schen Ener­gie (Brie­fing) gespeist wird. Aus­ge­löst wird die Instinkt­be­we­gung (Idee/Konzept) nor­ma­ler­wei­se durch einen Schlüs­sel­reiz (die per­fek­te Lösung), der aber erst eine Reiz­schwel­le (Ausgangslage/Problematik) über­win­den muss. Zwi­schen Reiz und Reak­ti­on ver­mit­telt schließ­lich der instin­ki­ve Aus­lö­se­me­cha­nis­mus – gepaart mit Erfah­rung und Know How – enste­hen so leben­di­ge Stra­te­gie- und Design­kon­zep­te.
(frei nach Kon­rad Lorenz)

Flo­ria­ni­gas­se 34
1080 Vien­na
hello@studio-vie.net

Instinc­tive design is the result of a spon­ta­ne­ous­ly ari­sing impe­tus to take action (an order inqui­ry), which is fed by an ener­gy spe­ci­fic to the mat­ter at hand (a brie­fing). The moti­on of instinct (idea/concept) is nor­mal­ly trig­ge­red by a key sti­mu­lus (the per­fect solu­ti­on), which must first, howe­ver, over­co­me a sti­mu­lus thres­hold (initi­al situation/problem). Final­ly, this trig­ge­ring mecha­nism inter­me­dia­tes bet­ween sti­mu­lus and reac­tion – pai­red with expe­ri­ence and know-how – giving rise to a living design con­cept. (free­ly adap­ted from Kon­rad Lorenz)
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