zu spät?

Land­schaft in Futur II

zu spät

Beschrei­bung

Die Instal­la­ti­on zu spät? the­ma­ti­siert einen Kon­flikt in der Aus­ein­an­der­set­zung mit der Land­schaft, wel­cher sich um die Insze­nie­rung von Räu­men und Momen­ten dreht, aber glei­cher­ma­ßen eine Ver­gäng­lich­keit die­ser beinhal­tet. Wie ent­wi­ckelt sich Land­schaft? Was pas­siert in ihr? Wie viel und wel­che Zeit benö­tigt sie?

Der Umgang mit der auf­tre­ten­den Irri­ta­ti­on der Kon­trol­lier­bar­keit und Wie­der­ho­lung von Pro­zes­sen ist ein stän­di­ges The­ma in unse­rer Arbeit. Der Ver­such, die­se zu akzep­tie­ren und sich auf die Pro­ble­ma­tik der Zeit­lich­keit ein­zu­las­sen, ist ein uns ste­tig beschäf­ti­gen­des Feld.

Die abge­brann­ten Zünd­höl­zer stel­len ein Zwi­schen­sta­di­um dar: nach dem Brand, schein­bar tot, aber doch Leben in sich ber­gend — in Form von Asche, dem Nähr­bo­den für Neu­es. Die Über­res­te des Bran­des geben eine Ahnung des vor­he­ri­gen, schein­bar ver­pass­ten Zustand.

Wird Land­schaft immer schon gewe­sen sein?

 Credits: Ali­ce von Alten, Anna Dopp­ler, Lin­da Eder, Ursu­la Gais­bau­er, Nora Gut­wen­ger, Nadi­ne Hirschau­er, Lisa Kuglitsch, Mah­sa Mahoot­chi, Bene­dikt Meixl, Cle­mens Schnei­der
 

Kunst­land­schafts­ar­chi­tek­tur­de­sign

„Unse­re heu­ti­ge Posi­ti­on ‚Land­schafts­kunst‘ grün­det sich in künst­le­ri­schen Unter­su­chun­gen der ‚Meis­ter­klas­se für Gra­fik‘ zu Beginn der 1990er Jah­re. Wir arbei­te­ten an umfas­sen­den The­men wie ‚Duft als künst­le­ri­sches Medi­um‘ oder koch­ten mit Peter Kubel­ka die ‚Ess­ba­re Meta­pher‘. Mit­ten in Wien began­nen wir auf einer ver­nach­läs­sig­ten Flä­che von 3000 qm gärt­ne­ri­sche Ver­su­che. (…) Umge­ben waren wir von boden­los tris­ten Schöp­fun­gen von Land­schafts­ar­chi­tek­ten, ver­kom­me­nen ‚his­to­ri­schen‘ Gär­ten, Stadt­gar­ten­äm­ter deko­rier­ten Fuß­gän­ger­zo­nen neu­er­dings mit Pal­men.
‚Land Art‘ war schon ame­ri­ka­ni­sche Kunst­ge­schich­te, doch immer noch glü­hend. Wir stie­ßen auf Bil­der von Ian Hamil­ton Fin­lays ‚Litt­le Spar­ta‘ und bra­chen zu Rei­sen nach Vaux-le-Vicomte, Sto­we und Dun­geness auf – radi­ka­le Kunst­wer­ke. Luci­us und Anne­ma­rie Burck­hardt pro­me­nier­ten mit uns in den Wie­ner­wald. Zu André Le Nôt­re fan­den wir kei­ne Bio­gra­phie – also mach­ten wir eine. Die unglaub­li­che Brei­te der ent­deck­ten Pro­ble­me führ­te, natür­lich gegen Wider­stän­de, zur Grün­dung einer Klas­se für Gar­ten…, Land­schafts…?
Nach 200 Jah­ren Nie­der­gang der Gar­ten­kunst muss­te unse­re Dis­zi­plin inner­halb des Spek­trums ‚ange­wand­te Kunst‘ benannt wer­den. ‑archi­tek­tur, ‑kunst, — design? Kei­ne der tra­di­ti­ons­rei­chen Aka­de­mi­en hat­te bis dahin dem ‚Frei­raum‘ eige­nen Wert zuge­stan­den.“

aus: Mario Ter­zic: LANDSCHAFTS design KUNST, Wien 2007

Erfah­re mehr zum Stu­di­ums­zweig Land­schafts­de­sign an der Ange­wand­ten.

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